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Ultraschall hirnversorgender Arterien, Arterien im Kopf.
Als weitere spezialisierte Untersuchung bieten wir Ultraschalluntersuchungen der hirnversorgenden Arterien an. Die Besonderheit meiner Herangehensweise ist die ergänzende sog. transkranielle FKDS-Untersuchung. Als Neurologe wollen wir wissen, wie das Blut ins Gehirn kommt. Die Arterien, welche das Gehirn mit Blut versorgen, hören nicht am oberen Halsende auf. Mit einer speziellen Ultraschallsonde ist nicht nur die Untersuchung der Halsschlagadern möglich, sondern zusätzlich auch eine Untersuchung der Arterienverläufe innerhalb des Kopfes.
Durch den Ultraschall hirnversorgender Gefäße können Gefäßverletzungen oder Einengungen dargestellt werden. Hirnversorgende Arterien hören nicht am Hals auf – meine Untersuchung umfasst daher immer die Darstellung der Arterien innerhalb des Kopfes (sog. transkranieller Ultraschall).
Anmerkung: Da häufig bereits eine Untersuchung der extrakraniellen Gefäße (Halsschlagadern) erfolgte, führt dies immer wieder bei Patienten zu Verwirrung, die uns fragen, warum sie nochmals zu mir zu einer zweiten Ultraschalluntersuchung geschickt wurden. Es handelt sich bei der transkraniellen (transtemporalen und transnuchalen) FKDS-Untersuchung aber um eine ergänzende Untersuchung mit erweiterter Fragestellung, nicht um eine nochmalige Untersuchung gleicher Art.

Zum Beispiel: Bei der Engstelle einer Arterie kann mit dem Ultraschall der Grad der Einengung festgestellt werden. Wichtig ist auch: Kommt direkt nach der Engstelle noch genügend Blut durch? Wenn nicht: Hat das Blut ausreichend Umgehungswege (diese bilden sich meist innerhalb des Kopfes) gefunden? Man kann sich das wie einen Verkehrsstau vorstellen: Ist die Straße dicht, hängt es von den in der Einzelsituation vorhandenen Umfahrungsmöglichkeiten ab, ob Sie trotzdem ans Ziel kommen. Medizinisch formuliert: die transkranielle FKDS-Untersuchung erlaubt auch die Untersuchung der Kollateralisierung bei hämodynamisch relevanten Stenosen. Dies ist wichtig, um den trotz Engstelle effektiv im Gehirn ankommenden Blutfluss zu beurteilen.

Ein weiteres Beispiel: Arterienengstellen durch Arteriosklerose bilden sich bevorzugt an Aufzweigungsstellen von Arterien, da hier eine Verwirbelung des Blutstroms stattfindet. Eine der häufigsten dieser sogenannten Prädilektionsstellen ist die Aufzweigung der vorderen Halsschlagader (Carotisbifurkation). Häufig betrifft dies aber auch Arterien im Kopf (z.B. das sog. Carotis-T). Diese Engstellen können nur im Kopf gesehen werden, d.h. mit einer transkraniellen Untersuchung.

  • Mit der Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Arterien können drohende Durchblutungsstörungen des Gehirns – welche ein erhöhtes Schlaganfallrisiko bedeuten – rechtzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
    -Im Rahmen eines check-up zur Abklärung des Schlaganfallrisikos.
    -Insbesondere in der Schlaganfallvorsorge und der Schlaganfallnachsorge ist es wichtig, sich ein möglichst komplettes Bild der Blutzufuhrwege zum Gehirn zu machen.
  • Bei Verengung der Halsschlagader – sog. Carotisstenose – zur genaueren Abklärung, auch zur Überprüfung einer eventuellen OP-Indikation.
  • Zur genauen Untersuchung intrakranieller Prädilektionsstellen für Arteriosklerose.
  • Der Ultraschall hirnversorgender Gefäße bietet auch eine gute Screeningmöglichkeit für Arterienverletzungen (z.B. nach Unfall).
  • Auch bei der Tinnitus Abklärung ist eine erweiterte neurologische Ultraschalluntersuchung besonders auch der Ohr-nahen Arterien sinnvoll. Ist ein Ohrgeräusch (Tinnitus) durch ein Problem Ohr-naher Arterien verursacht, liefert die Ultraschalluntersuchung wertvolle Hinweise für eine entsprechende gezielte Therapie.
  • Selten aber wichtig für die Betroffenen: Für die Diagnose eines subclavian-steal-syndromes sind funktionelle Untersuchungen möglich.
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