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Concussion im Sport
Gehirnerschütterung im Sport
Moderne Neuroforschung ganz konkret: Von internationalen Sportverbänden wie FIFA, IOC, NFL, NHL und NBA wird mittlerweile nach einer Gehirnerschütterung (englisch: Concussion) die Abklärung der Gehirnfunktionen (und in Abhängigkeit davon ein gestuftes return-to-play) ausdrücklich empfohlen.
Ob beim Sport, bei einem Fahrradunfall, Verkehrsunfall oder in der Schule: zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass auch traumatologisch gesehen, leichte Kopfprellungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sind. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen: Sehr wichtig für den Erhalt der Leistungsfähigkeit ist, dass die volle Belastung erst wieder aufgenommen wird, wenn alle Symptome zu 100 % zurückgebildet sind. Falls nicht, besteht ein erhöhtes Risiko einer verzögerten Rückbildung sowie bleibender neurologischer Folgeschäden.

Oft treten nach einer Gehirnerschütterung (Concussion) Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Gleichgewichtsprobleme, Sehstörungen oder eingeschränkte Konzentration auf. Diese werden aber nicht immer gezielt untersucht. Nach einem Normalbefund im CT, EEG oder MRT werden die Beschwerden oft bagatellisiert: “Da ist nichts”. Die Folge ist ein verfrühter Wiedereinstieg in das Training, die Arbeit oder die Schule.

Aber: Die Veränderungen, welche durch eine Concussion hervorgerufen werden, sind im MRT, CT oder auch EEG nicht sichtbar. Der Grund: Die Symptome beruhen auf neurometabolischen Defiziten – es liegt keine strukturelle Läsion zugrunde.

Um diese diagnostische Lücke zu füllen, wurden in den letzten Jahren neue Untersuchungen etabliert. Eine besonders intensive Forschung fand hier auf dem Gebiet des Leistungssports statt. Im Sport steht eine fachgerechte Beurteilung bei Concussion oft unter erhöhtem zeitlichen Druck. Hier sind rasche und präzise Untersuchungsmethoden gefragt – und in den letzten Jahren auch entwickelt worden.

Was bieten spezifische neurologische Concussion-Untersuchungen?

  • Typische Defizite nach einer Concussion können damit überhaupt erst erfasst werden.
  • Mit diesen Tests kann beurteilt werden, ob eine Gehirnerschütterung vorliegt, wie die Rückbildung verläuft, ob und welche gezielte Therapieschritte nötig sind und wann eine Wiederaufnahme der Belastung (Schule, Arbeit, Sport) sinnvoll ist.
Gerade bei Drehschwindel lohnt ein genauerer Blick. Oft liegen Ursachen zugrunde, die effektiv therapiert werden können.
Last but not least: Bevor spezifische Concussion-Tests zum Einsatz kommen, sollte eine neurologische Untersuchung klären, ob nicht doch eine strukturelle Läsion hervorgerufen wurde – aufgrund meiner Erfahrung in der neurologischen Akutmedizin biete ich auch hierfür gerne eine gezielte Untersuchung an. Hier können Sie gleich einen Termin vereinbaren.
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