Telefon 030 23 54 55 45 Videosprechstunde
Schlaganfallmedizin
Schwerpunktsprechstunde vaskuläre Neurologie

Schlaganfallvorsorge, Schlaganfallnachsorge, Verengung der Halsschlagader, Carotisstenose, Tinnitus.

  • Als Neurologe will ich wissen: wie kommt das Blut bis ins Gehirn – daher biete ich ergänzend zu der mittlerweile weit verbreiteten Untersuchung der Halsschlagadern auch eine gezielte Ultraschalluntersuchung (FKDS) der Arterien im Gehirn.

Außerhalb spezialisierter Schlaganfallstationen, der sog. stroke-units ist die transkranielle FKDS-Diagnostik leider noch zu wenig bekannt – dabei sind sinnvolle und hilfreiche Anwendungsgebiete mittlerweile bücherfüllend.

Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Transcranial_doppler.jpg

  • Durch die Darstellung auch der intrakraniellen Arterien zeigt sich ein genaueres Bild der Ohr-nahen Arterien. Dies ist wichtig bei Tinnitus, da hier in einigen Fällen Arterienveränderungen dahinter stecken können.

Bild: Wikipedia

Was ist die beste Therapie bei Carotisstenose?
Mit den Erkenntnissen der Ultraschalluntersuchung kann die Therapieentscheidung fundiert getroffen werden.

Bei Ihnen wurde eine Verengung der vorderen Halsschlagader, sog. Carotisstenose diagnostiziert. Was tun: Abwarten? Medikamente? Operation? Stent?

Die Entscheidung über die beste Therapie in dieser Situation ist tatsächlich oft schwierig.

Der Hintergrund: Durch die Halsschlagadern wird das Gehirn mit Blut versorgt. Wenn durch die Arterien aufgrund einer Einengung nicht mehr genügend Blut durchkommt, werden einzelne Gehirnareale nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Am häufigsten ist die Verengung einer der vorderen Halsschlagadern, der sogenannten Arteria carotis interna. Bei Einengung (Stenose) spricht man von einer Carotisstenose. Dies ist eine der Ursachen für Schlaganfälle.

Im Falle einer Carotisstenose muß sorgfältig abgewogen werden, ob eine Operation sinnvoll ist. Dabei handelt es sich um eine Abwägung der verschiedenen Risiken: Schlaganfallrisiko auf der einen Seite und OP-Risiko bzw. Interventionsrisiko auf der anderen Seite. 

Die Risikoabwägung ist vor allem davon abhängig, wie ausgeprägt die Engstelle tatsächlich ist, der sog. Stenosegrad, wieviel Blut letztlich nach der Engstelle ankommt.  Bei nur geringen Engstellen ist oft das OP-Risiko höher als das Schlaganfallrisiko bei nicht-operativer Therapie.  Hingegen sollten Engstellen (Stenosen) mit rascher Entwicklung und hochgradige Engstellen mit einer Operation oder Stent versorgt werden, um das Schlaganfallrisiko zu minimieren.

Mit Ultraschalltechnik können Arterien sichtbar gemacht werden, Einengungen können gesehen werden. Noch wichtiger sind aber die Informationen, die der Ultraschall liefert über die Blutströmungsverhältnisse. Ob sich die Engstelle auf den Blutfluß auswirkt kann damit zuverlässig gemessen werden. Auf Basis einer Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Arterien können wir genauer beraten, ob eine Operation einer Carotisstenose in Ihrer individuellen Situation sinnvoll ist. Neben den Ergebnissen der Ultraschalluntersuchung spielen bei der Therapieberatung weitere Faktoren eine Rolle. Daher ist genug Zeit eingeplant für eine erweiterte Untersuchung und Beratung.

Zur Abklärung einer Carotisstenose, zur Verlaufskontrolle bei geringgradigen Stenosen und auch zur Beratung bei Carotisstenose, ob eine Operation sinnvoll ist bieten wir gerne einen Untersuchungstermin an.

Durch eine genaue Darstellung der hirnversorgenden Arterien kann das Schlaganfallrisiko abgeklärt werden und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Ziel der Abklärungen des Schlaganfallrisiko ist es, im Bedarfsfall besser vorbeugen zu können. 

Durch die Halsschlagadern wird das Gehirn mit Blut versorgt. Wenn durch die Arterien aufgrund einer Einengung nicht mehr genügend Blut durchkommt, werden einzelne Gehirnareale (die Areale, für welche die entsprechende Arterie zuständig ist) nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Die Verengung der Arterien zum Gehirn ist eine der Hauptursachen für Schlaganfälle.

Für eine gute Schlaganfallvorsorge ist es wichtig, sich ein möglichst komplettes Bild der Blutzufuhr zum Gehirn zu machen. Wichtigste Untersuchung hierbei ist die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Arterien. 

Die Besonderheit unserer Herangehensweise ist die ergänzende sog. transkranielle Untersuchung. Die Arterien, welche das Gehirn mit Blut versorgen hören nicht am oberen Halsende auf. Um sich ein komplettes Bild zu machen, um zu sehen wie das Blut im Gehirn ankommt, ist zusätzlich ein sog transkranieller Ultraschall nötig. Mit einer speziellen Ultraschallsonde ist nicht nur die Untersuchung der Halsschlagadern (Arteria carotis und Arteria vertebralis) möglich, sondern zusätzlich auch eine Untersuchung der Arterienverläufe innerhalb des Kopfes (sog. transkranielle Untersuchung). 

Ablauf der Ultraschalluntersuchung: Die Ultraschallsonde wird nacheinander auf die einzelnen Halsschlagadern aufgesetzt, anschließend auf die Stellen am Kopf, an denen die Arterien innerhalb des Kopfes zu sehen sind. Der Blutfluß wird auf dem Monitor des Ultraschallgerätes sichtbar gemacht und ist als Rauschen im Rhythmus des Herzschlags hörbar. 

Wir wollen uns ein „komplettes Bild machen“. Bei uns ist daher neben der Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Arterien auch immer ausreichend Zeit eingeplant für ein Anamnesegespräch und eine neurologische Untersuchung. 

Vielleicht wurden schon Untersuchungen durchgeführt? Uns interessieren die Befunde. Dies gilt insbesondere für Kopf-MRT Untersuchungen. Auch bereits untersuchte Blutwerte, OP-Berichte o.a. können hilfreich sein. Bringen Sie diese gerne mit. 

Oft ist die Abklärung des Schlaganfallrisikos eine interdisziplinäre Herausforderung. Aus der Versorgung von Patienten mit akutem Schlaganfall im Krankenhaus sind wir eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen, insbesondere Gefäßchirurgen und Kardiologen gewohnt. Wir arbeiten in dieser Situation gerne mit Ihrem Hausarzt, Internisten oder Kardiologen oder auch Gefäßchirurgen zusammen. 

Leistungen der Schlaganfallvorsorge im Überblick

    • Anamnese
    • Neurologische Untersuchung, Neurostatus
    • Ultraschalluntersuchung Halsarterien
    • Ultraschalluntersuchung Arterien im Gehirn
    • Auf Wunsch entweder Empfehlungen zur Blutentnahme
      oder direkt in der Praxis Blutentnahme zur Bestimmung des „Herz-Kreislauf-Labor“
    • Bei Bedarf Absprache mit hausärztlichen/internistischen/kardiologischen Fachkollegen. Eine Herzuntersuchung und Langzeit-EKG-Untersuchung ist oft eine wichtige Ergänzung der Diagnostik. Für ein komplettes Bild ist daher oft eine enge Zusammenarbeit Neurologie-Kardiologie sinnvoll.
    • Besprechung der erhobenen Befunde
    • Auf Basis der Untersuchungsbefunde Beratung & Therapieempfehlungen (in Abstimmung mit mitbehandelnden Ärzten)
    • Ausführlicher schriftlicher Befundbericht

Einem Schlaganfall kann man oft vorbeugen. Wichtig ist eine frühzeitige Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße. Außerdem eine sorgfältige Abklärung und Behandlung der Risikofaktoren.

Wir empfehlen eine neurologische Vorsorgeuntersuchung bei erhöhtem Risikoprofil.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:

  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutzuckerwerte, Diabetes
  • Erhöhte Blutfettwerte, Hypercholesterinämie
  • Nikotin
  • Ein familiär erhöhtes Risiko
  • Herzinfarkt oder koronare Herzkrankheit (d.h. eine Verengung der Herzkranzarterien) in der Vorgeschichte

Unsere Antwort als Neurologen: Ja.

Wenn Schlaganfallrisikofaktoren, etwa ein erhöhter Blutdruck oder erhöhte Cholesterinwerte unerkannt bleiben, werden diese auch nicht behandelt.  Dies bedeutet ein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Durch eine Behandlung erhöhter Blutdruckwerte, erhöhter Cholesterinwerte, erhöhter Blutzuckerwerte oder auch ein Nikotinstopp kann das Schlaganfallrisiko zuverläsisg gesenkt werden (weitere Informationen z.B.: https://www.kompetenznetz-schlaganfall.de/48.0.html).

Wir empfehlen eine neurologische Vorsorgeuntersuchung bei erhöhtem Risikoprofil. Dann ist eine Vorsorgeuntersuchung besonders wichtig. Denn: Eine Einengung der hirnversorgenden Arterien verläuft meist unbemerkt. Auch hier gilt: man muß wissen, daß sich eine Engstelle entwickelt, nur dann kann man auch gegensteuern.  

Vielleicht ist bei Ihnen ja auch alles in Ordnung? Herzlichen Glückwunsch, dann benötigen Sie natürlich keine medizinische Behandlung. Sie sind jung und gesund? Dann wird höchstwahrscheinlich auch die Vorsorgeuntersuchung normale Befunde zeigen. 

Sie wollen ihr Risikoprofil kennen lernen? Sie wollen Ihr Schlaganfallrisiko einschätzen? Sie wollen wissen was Sie tun können? Dann vereinbaren Sie gerne einen Termin. 

Bei einem akuten Schlaganfall erfolgt die Abklärung und Behandlung nicht in der Praxis, sondern in einem hierauf spezialisierten Krankenhaus mit Stroke Unit. Zu den Symptomen eines akuten Schlaganfalls gehören plötzlich aufgetretene Sehstörungen, Sprachstörungen, Lähmungen, Sensibilitätsstörungen und/oder Schwindel sowie Gangstörungen und Koordinationsstörungen. 
Zu Ihrer eigenen Sicherheit: bei Symptomen eines akuten Schlaganfalles zählt jede Minute: Bitte verständigen Sie in dieser Situation den Notruf.

Ultraschalluntersuchung hirnversorgender Arterien – damit sind regelmäßige Verlaufskontrollen z.B. nach stattgehabtem Schlaganfall ohne Belastung möglich.

Auch nach einem Schlaganfall ist eine regelmäßige neurologische Untersuchung wichtig. Neben einer Kontrolle der hirnversorgenden Arterien ist auch eine regelmäßige Kontrolle der Gefäßrisikofaktoren einem stattgehabten Schlaganfall wichtig. Es geht jetzt darum, das Risiko für ein erneutes Ereignis zu senken. Weitere Schlaganfälle sollen verhindert werden. 

Als Neurologen wollen wir wissen: wie kommt das Blut bis ins Gehirn – daher bieten wir ergänzend zu der mittlerweile weit verbreiteten Untersuchung der Halsschlagadern auch eine gezielte Ultraschalluntersuchung (FKDS) der Arterien im Gehirn.

Neben den Verlaufskontrollen bieten wir auch eine fachärztliche Behandlung der Einschränkungen, welche mit einem Schlaganfall einhergehen können. 

Wir besprechen und verordnen sinnvolle Übungsmaßnahmen wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie, Gangschulung o.a. 

Auch bieten wir sämtliche medikamentösen Therapien inkl. Botulinumtoxinbehandlung bei spastischen Lähmungen, sollte dies benötigt werden. 

Eine Verengung der Halsschlagader, sog. Carotisstenose, wurde erfolgreich beseitigt?  Es wurde in einer Operation die Arterie wieder erweitert (Thrombendarteriektonmie) oder ein Stent eingesetzt? Das Blut fließt nun wieder ungestört in der behandelten Arterie?

Um sicher zu sein, daß dies so bleibt, sind Verlaufskontrollen notwendig. Empfohlen wird eine Untersuchung nach einen Monat und nach sechs Monaten sowie dann jährlich. Leider besteht ein gewisses Risiko einer erneuten Verengung, einer sog. Restenose. 

Die Ultraschalltechnik ist gefahrlos und ist nicht belastend, es muß z.B. kein Kontrastmittel gegeben werden. Daher ist die Ultraschalluntersuchung die ideale Methode, um Verlaufskontrollen durchzuführen.

Sie bekommen von jeder Untersuchung einen Befundbericht.  Sollten Sie bzw. Ihre überweisenden Gefäßchirurgen oder behandelnden Ärzte anderer Fachrichtungen dies wünschen, bekommen Sie gerne einen Bildausdruck der Untersuchungsstelle mit. Gerne sprechen wir die Befunde auch direkt mit den Kollegen ab. 

Sie wünschen eine Kontrolluntersuchung der hirnversorgenden Arterien? Vereinbaren Sie gerne einen Termin